Projektmärkte in der Uni Kassel und auf der KoBra-Jahrestagung

    Am 25. Oktober und 11. November 2017 präsentierten zwei Mitglieder von Baobab e.V. aktuelle Projekte und Vorhaben Studierenden der Universität Kassel sowie Mitgliedern des KoBra-Netzwerkes, welches sich seit vielen Jahren für die Stärkung von Gemeinschaften in Brasilien einsetzt. Dabei waren beide Projektmärkte gut besucht und boten vielfache Gelegenheit, sich mit engagierten studentischen Initiativen in Bereichen wie Klimagerechtigkeit, Bildungsarbeit für kulturelle Vielfalt und anderen politischen Kontexten zu vernetzen und die Debatten der KoBra-Jahrestagung mitzuerleben.

    Afrika-Diskurs IV: Afrika Neu Denken

    Am 29. und 30. September 2017 nahmen zwei Baobab-Mitglieder an der themenspezifischen Afrika-Tagung in Frankfurt teil. Ebenso nahm unser Gast Fred Obuo aus Ghana teil. Der Auftakt der Tagung wurde nach einem gescheiterten Skype-Versuch mit Prof. Felwine Sarr aus Dakar. Ökonom und Autor von "Afrotopia", durch einen sehr interessanten Impulsvortrag von Aziz Salmone Fall aus Kanada zu "Souveränität und organisiertes geopolitisches Chaos: die Umstrukturierung von äußeren Kräften in Afrika" eröffnet. Ebenso wurden musikalische Beiträge verschiedener Künstler geboten. Am Samstagmorgen wurde mittels Fishbowl-Diskussion und verschiedenen Vertretern zivilgesellschaftlicher Bewegungen in Afrika über die Zukunftsperspektiven und Herausforderungen des Kontinents diskutiert. Am Nachmittag besuchten die Baobab-Mitglieder den Workshop "Klimawandel - Wie geht Afrika damit um?". Dabei entstanden interessante Gespräche und Kontakte.

    Vortrag "Solarlampen-Projekte mit Frauengruppen in Ghana"

    Am 28. September 2017 sprachen in der Universität Kassel Baobab-Mitglieder mit dem ghanaischen Solarlampen-Verkäufer und dortigem Projektbetreuer Fred Ubuo aus Ghana über Herausforderungen und Visionen für einen Projekttransfer nach Kamerun. In dem Projekt "Villageboom" werden lichtstarke Solarlampen mit kleinen Solarpanels zum Laden von Lampen und Mobiltelefonen mit organisierten Frauengruppen in einem Mikrokredit-Mechanismus finanziert um nach einer viermonatigen Anschaffungsphase einerseits Kosten für fossile Brennstoffe in den Familienhaushalten zu reduzieren und andererseits um ländlichen Haushalten durch Licht Möglichkeiten zur Einkommensgenerierung (z.B. Schneiderarbeiten, Einzelhandel) auch in den Abendstunden nach 18:00 Uhr zu ermöglichen. Dies kann weitere positive Effekte nach sich ziehen, wie z.B. die Förderung von Organisation und Zusammenhalt unter Frauen in ländlichen Regionen, einen Beitrag zur Autonomie leisten und auch für Kinder in den Familien eine Möglichkeit darstellen unter besseren Bedingungen z.B. Hausaufgaben zu machen.

    Theorie-Praxis-Workshop über Klimagerechtigkeit, Degrowth und internationale Zusammenarbeit

    Aufgeladen, voller neuer Energie und Tatendrang kehrten zwei Mitglieder des Baobab e.V. von der diesjährigen Degrowth-Summerschool zurück, welche auf dem diesjährigen Klimacamp vom 18. bis 23. August 2017 abgehalten wurde. Das Klimacamp im Rheinland – ein alljährliches Treffen von Klimaschützer_innen, Ökoaktivist_innen und Weltveränderern aus aller Welt, fand dieses Jahr unweit des Örtchens Erkelenz statt und damit in unmittelbarer Nähe der Abbruchkante, an welcher sich die gefräßigen Riesenbagger, zu Zwecken der Braunkohleförderung, unaufhörlich weiter in die Landschaft fräßen und diese in eine unwirkliche Mondlandschaft verwandeln. In Zusammenarbeit mit Dr. Marthe Djuikom, Koordinatorin unserer Partnerorganisation in Kamerun, wurden interessierte Studierenden aus Frankreich, Belgien und Deutschland in einem viertägigen Workshop für die Verknüpfung von Degrowth- und Klimagerechtigkeitsansätzen im globalen Norden mit nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit an der Basis im globalen Süden sensibilisiert. Der Workshop stand unter der Leitfrage „Wie können Erfahrungen über den Kompetenzaufbau für einen gesellschaftlichen Wandel in Mikro-Projekten Wege und Impulse für einen Wandel auf der Makro-Ebene benennen?“.

    Afrika-Beiträge beim V. Kolloquium über traditionelle Gemeinschaften

    Vom 23. bis 26. Juni 2017 diskutierten ca. 100 Experten*innen aus Wissenschaft, von Nichtregierungsorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit sowie Repräsentant*innen von Organisationen indigener und traditioneller Völker und Gemeinschaften aus zwölf Ländern von vier Kontinenten über lokale Zukunftsperspektiven in Hofgeismar. Dabei verlief die Debatte über die vier Themenschwerpunkte "Identität und Tradition", "Territorien, Rechte und Bedrohung", "Territorien, Rechte und Nachhaltigkeit" sowie "Migration und Ökonomie" (siehe Programmflyer deutsch oder englisch). Baobab e.V. brachte sich bereits während der Planungsphase des Kolloquiums stark dafür ein, insbesondere Beiträge aus Afrika beim V. Kolloquium der teilnehmenden Öffentlichkeit vorzustellen, da regionale Perspektiven aus Subsahara-Afrika in der wissenschaftlichen Debatte über traditionelle Völker und Gemeinschaften bisher unterrepräsentiert waren.

    Afrika-Vernetzungstreffen an der Universität Kassel

    Am 22. Juni 2017 kamen im Rahmen eines Afrika-Vernetzungstreffens Mitglieder des Baobab e.V. mit verschiedenen Vertreter_innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen und akademischen Institutionen für eine Konferenz in der Universität Kassel zusammen um sich über individuelle Erfahrungen und gemeinsame Kooperationsmöglichkeiten auszutauschen. Dabei sprachen drei NGO-Vertreter aus der deutschen Diaspora-Bewegung mit Länderbezügen zu Nigeria und Kamerun sowie Wissenschaftlicher_innen aus Benin, Kamerun und Deutschland über die Themenfelder:

    • Academic integration for capacity building: outlines for international partnerships (North-South, South-South)
    • Cultures, languages and migration as motors for development
    • Renewable Energies and Green Energy Business for local enterpreneurship.

    Baobab-Infostand auf dem Tag der Erde 2017 in Kassel

    Am 23. April 2017 stellten fünf Vereinsmitglieder des Baobab e.V. bestehende und zukünftige Projektvorhaben in Kamerun vor. Der "Tag der Erde" ist mit einer großen Besucherschaft ein überregional bekanntes Straßenfest, wo sich zivilgesellschaftliche und entwicklungspolitisch engagierte Initiativen, Vereine, Verbände und Institutionen vorstellen. Dabei konnten Besucher am Info-Stand des Baobab e.V.  bei einer heißen Tasse Tee eine Bilderwand mit Impressionen von Projektkooperationen in Kamerun besichtigen, darunter...

    Feldbesuche und Gespräche mit lokalen Kooperationspartnern in Kamerun

    Vom 13. Februar bis 5. April 2017 war ein Mitglied des Baobab-Vorstandes für Feldbesuche in Kamerun vor Ort. Ziele des Aufenthaltes im Verwaltungsbezirk Noun in der Region Nord-West waren Gespräche über zukünftige Kooperationsvorhaben hinsichtlich der Förderung von Nachhaltigkeit und Entwicklung. Zu den getroffenen Partnern zählten lokale Gruppen, zivile Organisationen, NGOs sowie administrative und traditionelle Akteure. Viele Kontakte wurden bereits während zweier Aufenthalte im Jahr 2013 aufgenommen, darunter auch Kontakte zum Forschungsnetzwerk "Forum für erneuerbare Energien und ländliche Entwicklung" in Foumbot sowie zur "Vereinigung für Förderung von Menschen mit Behinderungen, Waisenkindern und Alten" in Kouoptamo.

    Konkret fanden folgende Aktivitäten statt:

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