Aufgeladen, voller neuer Energie und Tatendrang kehrten zwei Mitglieder des Baobab e.V. von der diesjährigen Degrowth-Summerschool zurück, welche auf dem diesjährigen Klimacamp vom 18. bis 23. August 2017 abgehalten wurde. Das Klimacamp im Rheinland – ein alljährliches Treffen von Klimaschützer_innen, Ökoaktivist_innen und Weltveränderern aus aller Welt, fand dieses Jahr unweit des Örtchens Erkelenz statt und damit in unmittelbarer Nähe der Abbruchkante, an welcher sich die gefräßigen Riesenbagger, zu Zwecken der Braunkohleförderung, unaufhörlich weiter in die Landschaft fräßen und diese in eine unwirkliche Mondlandschaft verwandeln. In Zusammenarbeit mit Dr. Marthe Djuikom, Koordinatorin unserer Partnerorganisation in Kamerun, wurden interessierte Studierenden aus Frankreich, Belgien und Deutschland in einem viertägigen Workshop für die Verknüpfung von Degrowth- und Klimagerechtigkeitsansätzen im globalen Norden mit nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit an der Basis im globalen Süden sensibilisiert. Der Workshop stand unter der Leitfrage „Wie können Erfahrungen über den Kompetenzaufbau für einen gesellschaftlichen Wandel in Mikro-Projekten Wege und Impulse für einen Wandel auf der Makro-Ebene benennen?“.

    Vom 23. bis 26. Juni 2017 diskutierten ca. 100 Experten*innen aus Wissenschaft, von Nichtregierungsorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit sowie Repräsentant*innen von Organisationen indigener und traditioneller Völker und Gemeinschaften aus zwölf Ländern von vier Kontinenten über lokale Zukunftsperspektiven in Hofgeismar. Dabei verlief die Debatte über die vier Themenschwerpunkte "Identität und Tradition", "Territorien, Rechte und Bedrohung", "Territorien, Rechte und Nachhaltigkeit" sowie "Migration und Ökonomie" (siehe Programmflyer deutsch oder englisch). Baobab e.V. brachte sich bereits während der Planungsphase des Kolloquiums stark dafür ein, insbesondere Beiträge aus Afrika beim V. Kolloquium der teilnehmenden Öffentlichkeit vorzustellen, da regionale Perspektiven aus Subsahara-Afrika in der wissenschaftlichen Debatte über traditionelle Völker und Gemeinschaften bisher unterrepräsentiert waren.

    Am 22. Juni 2017 kamen im Rahmen eines Afrika-Vernetzungstreffens Mitglieder des Baobab e.V. mit verschiedenen Vertreter_innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen und akademischen Institutionen für eine Konferenz in der Universität Kassel zusammen um sich über individuelle Erfahrungen und gemeinsame Kooperationsmöglichkeiten auszutauschen. Dabei sprachen drei NGO-Vertreter aus der deutschen Diaspora-Bewegung mit Länderbezügen zu Nigeria und Kamerun sowie Wissenschaftlicher_innen aus Benin, Kamerun und Deutschland über die Themenfelder:

    • Academic integration for capacity building: outlines for international partnerships (North-South, South-South)
    • Cultures, languages and migration as motors for development
    • Renewable Energies and Green Energy Business for local enterpreneurship.

    Am 23. April 2017 stellten fünf Vereinsmitglieder des Baobab e.V. bestehende und zukünftige Projektvorhaben in Kamerun vor. Der "Tag der Erde" ist mit einer großen Besucherschaft ein überregional bekanntes Straßenfest, wo sich zivilgesellschaftliche und entwicklungspolitisch engagierte Initiativen, Vereine, Verbände und Institutionen vorstellen. Dabei konnten Besucher am Info-Stand des Baobab e.V.  bei einer heißen Tasse Tee eine Bilderwand mit Impressionen von Projektkooperationen in Kamerun besichtigen, darunter...

    Vom 13. Februar bis 5. April 2017 war ein Mitglied des Baobab-Vorstandes für Feldbesuche in Kamerun vor Ort. Ziele des Aufenthaltes im Verwaltungsbezirk Noun in der Region Nord-West waren Gespräche über zukünftige Kooperationsvorhaben hinsichtlich der Förderung von Nachhaltigkeit und Entwicklung. Zu den getroffenen Partnern zählten lokale Gruppen, zivile Organisationen, NGOs sowie administrative und traditionelle Akteure. Viele Kontakte wurden bereits während zweier Aufenthalte im Jahr 2013 aufgenommen, darunter auch Kontakte zum Forschungsnetzwerk "Forum für erneuerbare Energien und ländliche Entwicklung" in Foumbot sowie zur "Vereinigung für Förderung von Menschen mit Behinderungen, Waisenkindern und Alten" in Kouoptamo.

    Konkret fanden folgende Aktivitäten statt:

    Vom 10. bis 12. Februar 2017 besuchte ein Mitglied des Vereins zusammen mit der Koordinatorin des kamerunischen Netzwerks "Forum für erneuerbare Energien und ländliche Entwicklung" die Tagung "Ökonomische Dimensionen des Friedens: Solidarische Ökonomie". Im Zentrum der Tagung stand der Austausch verschiedener Organisationen und Institutionen aus Europa mit Vorträgen aus deutschen, französischen und italienischen Projekten zur Förderung von solidarischer Ökonomie, aber auch rechtliche und organisatorische Fragen zur Gründung solidarischer Unternehmensformen.

    Was ist Solidarische Ökonomie?

    Am 11. Oktober 2016 führten zwei Mitglieder des Baobab e.V. im Rahmen einer Projektwoche mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 7 eine Stadtaktion zum Thema Konsumkritik und Plastik durch. Die Lerngruppe des Engelsburg Gymnasiums hatten sich zuvor unter der Frage "Plastik - Ein Fluch oder Segen?" anhand eines Films mit globalen Zusammenhängen im Kreislauf des Plastiks, mit verschiedenen Verbraucher-Tipps und der Idee des Upcyclings beschäftigt. Während des Baobab-Workshops recherchierten die Schülerinnen und Schüler in der Kasseler Innenstadt zur Frage, wie Verbraucher ihren persönlichen Plastikkonsum einschätzen, wie Verpackungsmaterialien in Geschäften reduziert werden könnten und was jeder Konsument, ob jung oder alt, für einen selbstkritischen und bewussteren Umgang mit Plastik tun kann. Alle Beteiligten hatten großen Spaß am selbstständigen Erkunden und es kamen viele konstruktive Ideen zustande. Ein gemeinsam entwickelter Flashmob am Ende des Workshops ließ alle Beteiligten spüren, dass konsumkritisches Verhalten und Bewusstsein nicht nur hinter verschlossenen Türen stattfinden muss.

    Anlässlich der Veranstaltung "Village de la Solidarité" im brüsseler Stadtteil Anderlecht reiste ein Mitglied des Baobab-Vorstandes am 27. August 2016 nach Brüssel, um gemeinsam mit dem, in Europa und zentralafrikanischen Ländern beheimateten, Partner „Forum für erneuerbare Energien und ländliche Entwicklung durch internationale Solidarität“ einen Informationsstand auszurichten. Dabei wurden im Rahmen einer Ausstellung zum Thema "Süd-Süd und Nord-Süd Unternehmensgründungen" verschiedene Perspektiven aufgezeigt, wie kollektiv-orientierte solidarische Unternehmensgründungen mit Hilfe von erneuerbaren Energieprojekten nachhaltig gefördert werden können. Dabei konnten Besucher_innen mit einem Ingenieur vor Ort technische Fragen rund um das Thema "Licht und solare Energieversorgung" klären sowie verschiedene Innovationen der LED-Technik besichtigen. Diese sollen in naher Zukunft durch verschiedene Pilotprojekte in ländlichen Gebieten südlich der Sahara ihre Anwendung finden. Trotz des heißen Tages wurde die Veranstaltung am Abend gut besucht und das kulturelle Programm mit Livemusik sowie die kulinarischen Köstlichkeiten aus aller Welt ließen die Herzen höher schlagen. Überdies kamen interessante Kontakte zur brüsseler NGO-Szene zustande, welche die Zusammenarbeit zwischen unseren Vereinen weiter stärken werden.

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