Baobab Nord-Süd-Austausch

Verschiedene Organisationen und Projekte in Ländern des Südens betrachten wir als förderlich um Menschen Bildung, Wissen und Fertigkeiten zur Selbstverwirklichung sowie Selbstvertrauen in die eigenen Kräfte zu vermitteln. Dies fußt auf einem pädagogischen Verständnis, dass zu einer Verwirklichung der eigenen Existenzsicherung, gemeinsamen Lernen durch Austausch und Reflexionen über Norm- und Wertvorstellungen in Gemeinschaften und der Gesellschaft anregt.

Regionale Entwicklung stärken

Unsere Partner in Ländern des Südens nutzen eigene Konzepte und Arbeitsweisen zur Förderung einer regionalen Entwicklung. Wir finden, dass unsere Partner ihre kulturelle, sozio-ökonomische und politische Situation genauer einschätzen können als Akteure von Außen. Während mehrmaligen Begegnungen und Besuchen vor Ort haben wir uns von den Zielen und Arbeitsweisen unserer Partnerorganisationen überzeugen können und ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis etabliert.

Im Rahmen unserer Möglichkeiten setzen wir uns deshalb für verschiedene Projekte in Ländern des Südens ein und unterstützen diese finanziell mit Spenden, Beratung und Austausch. Dabei achten wir darauf, unsere Solidarität nicht nur durch diese finanziellen Mittel aufzuzeigen, sondern, dass unsere Nord-Süd-Arbeit von Begegnungen und weiteren Formen des Austauschs begleitet ist.

Förderung von erneuerbaren Energien in ländlichen Gebieten mit dem Forschungsnetzwerk FERDEDSI

Das "Forum Energies Renouvelables pour le Développement Durable par la  Solidarité  Internationale“ (kurz: FERDEDSI) ist ein Baobab-Partner in der frankophonen Region West-Kamerun. Dabei richtet das Forschungsnetzwerk seine Tätigkeiten darauf aus, die Verbreitung erneuerbarer Energiesysteme zur nachhaltigen Entwicklung ländlicher Gebiete in Kamerun im Rahmen von Pilotprojekten, verschiedenen Events und mit Bildungsmaßnahmen zur Ausbildung von lokalen Energie-Experten zu fördern. Zur Entwicklungsvision unseres Partners gehört, dass entwicklungsfördernde Projekte und Bildungsmaßnahmen an Selbstbestimmung und Eigenfinanzierung gekoppelt werden um daran anschließend vor Ort-Kapital erwirtschaftende Strukturen aufzubauen. Verschiedene Pilotprojekte, in denen der Bau und die Installation von Solar- und Pico-Hydro-Wasserkraftanlagen derzeit erprobt wird, können auf Anfrage vor Ort besichtigt werden. Baobab e.V. steht im kontinuierlichen Austausch mit Mitgliedern des Netzwerkes und vermittelt auf Anfrage lokale Kontakte und Möglichkeiten für Feldforschungen von Studierenden. Dies gilt ebenso für Aufenthalte und Besuche in anglophonen ländlichen Regionen.

Video "Erneuerbare Energien in Kamerun - Beispiel Pico-Hydro-Turbine": https://youtu.be/aUm4H9Wiyl4 

Austausch über Kunst, Theater und Musik mit dem Kulturzentrum ALEYA in Togo

Das L'Espace Culturel ALEYA (ESCALE) ist eine Begegnungsstätte für regionale Künstler und kulturelle Initiativen. Die Betreiber von Aleya setzen sich für den kulturellen und interkulturellen Austausch in Togo ein. In der Begegnungsstätte werden im Rahmen von Projektarbeiten verschiedene Kurse und Aktivitäten im Bereich Theater, Tanz, Musik und der bildenden Künste angeboten, die von Jugendlichen und Erwachsenen besucht werden können. Ziel von ALEYA ist die Förderung von togolesisch-westafrikanischen Kulturen und Bildung im Sinne einer regionalen Entwicklung. Dabei stehen der kulturelle Austausch, eine humorvolle aber auch kritische Reflexion von ländlichen Traditionen und Lebensweisen im Vordergrund sowie ein spielerisches und kreatives Umgehen mit gesellschaftlichen Problemen und Lösungsansätzen. 

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Schulfreundschaft zwischen Dorfschulen in Mittelhessen und Ghana

Das Konzept der "Schulfreundschaft" wurde im Rahmen des Projektes "Klassenpartnerschaft" zwischen Schülerinnen und Schülern aus drei Lerngruppen der Klassenstufe 4 zweier Grundschulen in Mittelhessen und Schülerinnen und Schülern einer Dorfschule in Adumasa erarbeitet und erprobt. Ziel des Projekts ist es interkulturellen Austausch zu fördern, zu erfahren wie Menschen auf einem anderen Kontinent leben und dazu anzuregen die englische Sprache auszuprobieren und zu üben. Dazu bekommt jedes Kind einen Austauschpartner mit dem es durch Briefe von seinem Alltag erzählt und über seine Wünsche und Zukunftsvorstellungen schreiben kann.

Während eines ersten Projektdurchlaufs im zweiten Schulhalbjahr 2015 wurde in breiter Zusammenarbeit mit Eltern, Fach- und Klassenlehrern sowie den Schulleitungen der Schulen ein mehrfacher Briefwechsel zwischen Adumasa und Mittelhessen realisiert. Zuvor wurden Steckbriefe und Klassenfotos für ein erstes gegenseitiges Kennenlernen ausgetauscht. Anschließend wurden im Wechsel zwischen den Kindern jeweils zwei Briefe ausgetauscht, in denen die Kinder aus ihrem Alltag erzählten, aber auch ihre persönlichen Wünsche, Interessen und Hoffnungen miteinander teilten. Impressionen zum Projekt wurden parallel dazu mit zwei Artikeln in einem örtlichen Mitteilungsblättchen veröffentlicht.

Baobab wird am Konzept der "Schulfreundschaft" weiter arbeiten und bietet Interessierten an, Unterstützung zu leisten mit Materialien und Beratung bei organisatorischen Fragen. 

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