Am 6. Dezember konnte der Verein einen Vortrag für Studierende der Sozialwissenschaften im Rahmen des Soziologie-Seminars „Einführung in afrikanische Soziologien des Subsahara-Afrika-Raumes“ veranstalten. Dazu wurde der Referent E. Ametepeh aus Frankfurt gewonnen werden um seine Dissertation „Forest Transition Deficiency Syndrom“ vorzustellen und mit Bachelor- und Lehramtsstudierenden zu diskutieren. Herr Ametepeh beschäftigt sich angesichts der weltweiten Klimaproblematik mit der Frage, wie die Wälder Afrikas einen stärkeren Schutz erfahren können und untersucht am Beispiel von Waldgemeinschaften in der Hochwaldzone von Ghana Möglichkeiten wie dortiger Lebensraum nachhaltig auch für zukünftige Generationen geschützt werden kann. Dabei ist eine zentrale Frage wie die lokale Bevölkerung einen stärkeren politischen Einfluss ausüben kann, aber auch eigene Maßnahmen ergreift.

 Trotz eines verzögerten Vortragsbeginns aufgrund von Problemen im regionalen Nahverkehr, verdeutlichte Ametepeh unmissverständlich, dass die tropischen Wälder Ghanas einen sehr großen Einfluss auf das lokale und weltweite Klima, aber auch wirtschaftlich und sozial für dortige Bevölkerung eine Lebensgrundlage seien. 11 Millionen Menschen in Ghana würden unmittelbar in oder von Wäldern leben. Die voranschreitende Entwaldung in Ghana sei auf verschiedene Ursachen zurückzuführen. Dies zeigte Herr Ametepeh anhand einer durchgeführten Feldstudie, in der Akteure, Motive und Handlungsoptionen von Waldgemeinschaften zur Verringerung der Entwaldung in Ghana analysiert wurden.  Abschließend benannte der Referent, mit Verweis zu politischen und rechtlichen Maßnahmen in Costa Rica und Indien, mögliche Strategien, wie der Schutz der Wälder auch in Ghana umfassender gesichert werden könnte. Trotzdem sei es ebenso wichtig, mit den in und von Wäldern lebenden Gemeinschaften stärker zusammenzuarbeiten, das internationale Holz-Business stärker zu regulieren und auch den Abbau von Agrarsubventionen im Land zu fordern, welches ein starker Faktor für regionale, oft illegal getätigte, Waldrodung sei.

Wir danken Herrn Ametepeh für seine umfangreiche Analyse und wünschen Ihm für die Zukunft alles Gute. Dabei freuen wir uns auf die weitere Zusammenarbeit.