Am 28. September 2017 sprachen in der Universität Kassel Baobab-Mitglieder mit dem ghanaischen Solarlampen-Verkäufer und dortigem Projektbetreuer Fred Ubuo aus Ghana über Herausforderungen und Visionen für einen Projekttransfer nach Kamerun. In dem Projekt "Villageboom" werden lichtstarke Solarlampen mit kleinen Solarpanels zum Laden von Lampen und Mobiltelefonen mit organisierten Frauengruppen in einem Mikrokredit-Mechanismus finanziert um nach einer viermonatigen Anschaffungsphase einerseits Kosten für fossile Brennstoffe in den Familienhaushalten zu reduzieren und andererseits um ländlichen Haushalten durch Licht Möglichkeiten zur Einkommensgenerierung (z.B. Schneiderarbeiten, Einzelhandel) auch in den Abendstunden nach 18:00 Uhr zu ermöglichen. Dies kann weitere positive Effekte nach sich ziehen, wie z.B. die Förderung von Organisation und Zusammenhalt unter Frauen in ländlichen Regionen, einen Beitrag zur Autonomie leisten und auch für Kinder in den Familien eine Möglichkeit darstellen unter besseren Bedingungen z.B. Hausaufgaben zu machen. 

 Die Diskussion wurde einführend mit einem Vortrag über Ghana zur Geschichte, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft kontextualisiert. Höchst alarmierend ist in Ghana die Situation in Zusammenhang mit illegalem Bergbau, welches für die Bevölkerung kaum Reichtum schafft und dortige Naturräume illegal zerstört. Dies ist öffentlich durch die Zivilgesellschaft zu verurteilen und politisch zu stoppen.

Gegen Ende der lebhaften Diskussion waren sich alle Beteiligten einig, dass ein solches Projekt in Kamerun vor allem in abgelegenen Regionen sinnvoll ist, sofern es ein örtliches Schulungspersonal gibt, welches das Projekt betreut und den teilnehmenden Frauengruppen eine Garantieleistung erbringt und das Projekt an Eigenfinanzierung gekoppelt ist um der Vision "Villageboom" gerecht zu werden.

Wir bedanken uns bei Fred Obuo für den konstruktiven Austausch und freuen uns auf baldiges ein Wiedersehen.